Orgelsanierung

Liebe Pfarrgemeindemitglieder,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Mitglieder, Freunde und Gönner des Orgelbauvereins St. Markus,

Es war ein zähes und zeitaufwändiges Ringen, das letztendlich aufgrund unseres Durchhaltevermögens von Erfolg gekrönt wurde.

Zunächst wurden viele Orgelbauer eingeladen, die unsere Orgel besichtigten und dann ihre Angebote abgaben.
Die finanzielle Spanne reichte von 20.000,- € für eine Reinigung bis zu 400.000,- € für einen Neubau. Mit dem Blick stets auf das finanziell Machbare haben sich Vorstandschaft und Ausschuss des Orgelbauvereins St. Markus Bischberg e.V.  für eine Sanierung der bestehenden Orgel entschieden.
Die Kirchenverwaltung der Kirchenstiftung St. Markus, die rechtlich die Eigentümerin der Orgel ist und auch für die Finanzierung letztendlich verantwortlich ist, gab ebenfalls ihre Zustimmung.
Schließlich musste unser Vorhaben noch vom Orgelsachverständigen des Erzbistums
Prof. Willinger und von der erzbischöflichen Finanzkammer abgesegnet werden.
Beide Institutionen haben ihre Genehmigung erteilt und wir können Mitte des Jahres 2022 mit der Sanierung beginnen.

Den Orgelbauverein St. Markus Bischberg e.V. gibt es nun seit 2013 und wir haben durch Ihre großzügigen Spenden, Mitgliedsbeiträge und die Teilnahme an unseren Veranstaltungen einen soliden finanziellen Grundstock erwirtschaftet. Dafür allen herzlichen Dank und Vergelt’s Gott.

Obwohl uns die politische Gemeinde sehr großzügig unterstützt und auch vom Domberg Mittel zugesagt sind, haben wir noch eine
Deckungslücke von 49.800 €

Aufgrund der Coronapandemie konnten wir fast keine Veranstaltungen durchführen und deshalb auch wenig Einnahmen erwirtschaften.

Deshalb bitten wir Sie weiter um Ihre finanzielle Unterstützung durch:

  • Mitgliedschaft im Orgelbauverein
  • Besuch unserer Veranstaltungen
  • Einmalige Spende
  • Vorschläge, Tipps, Kontakte
  • Orgelpfeifen – Patenschaft


Wie erfolgt die Sanierung?

Nach Abwägung aller Stellungnahmen und Angebote der verschiedenen Orgelbaumeister auch vor Ort, haben wir uns entschieden, den Auftrag an den Orgelbaumeister Thomas Wolf vom Vogtländischen Orgelbau in Limbach/   Vogtland in Sachsen zu vergeben.
Das Auftragsvolumen umfasst ca. 175.000,- €
Bei einem Besuch seiner Werkstatt waren wir von der Leistungsfähigkeit des Orgelbaumeisters und dieser Firma überzeugt.
Das Innenleben unserer Orgel wird komplett ausgebaut und in die Werkstatt nach Limbach verbracht und wird dort generalüberholt.
„Bei den Arbeiten ist geplant, dass die äußere Hülle des Instruments in den jetzigen Abmessungen unverändert bleibt. Schwerpunkt wird die klangliche Aufarbeitung des Pfeifenmaterials von 1979 und die umfassende Restaurierung der klanglichen Substanz von Bittner 1859.“
Auszug aus dem Restaurierungs-Gutachten von Orgelbaumeister Thomas Wolf auf der
Homepage http://www.vogtlaendischer-orgelbau.de/orgel-bischberg.html
Arbeitsbeginn wird Mitte des Jahres 2022 sein. Die Arbeiten werden vorauss. ein Jahr dauern, sodass Mitte 2023 mit der Fertigstellung zu rechnen sein wird.

 

Eine Sanierung ist dringend erforderlich! Warum?

   

Pfeifen haben sich geneigt und am Orgelfuß verbogen. Dadurch entweicht Luft und der Ton verändert sich.

Die Abdichtung des Luftbalgs ist sehr porös. Luft entweicht und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie bricht und damit die Orgel funktionsuntüchtig wird.

Die Windlade weist Schwundrisse auf und lässt ebenfalls Luft entweichen. Die Leistung des Luftgenerators, der ziemlich laut läuft, weist 80 mm Wassersäule auf. Das entspricht der Leistung eines kräftigen Blockflötenbläsers.

Diese Pfeife ist völlig abgeknickt.